Zwei Wochen nach Hannover ging es in Dortmund weiter. Ich hatte mir erstmals eine 55 km-Distanz ausgesucht, die es in sich hatte.

Um 06:03 Uhr ging es bereits mit dem ICE vom Hauptbahnhof Münster zum Hauptbahnhof Dortmund und dann weiter mit der U-Bahn zum Bahnhof Hörde. Nach ca. 1 km-Fußweg war der Startbereich auf dem Phoenixplatz erreicht. Nachdem ich meine Startbändchen erhalten hatte, ging es in den Startbereich und um 07:50 Uhr auf die Strecke.

Die erste Sehenswürdigkeit war der Phoenixsee mit seinen prachtvollen Häusern mit wunderschönem Blick auf den See. Einige Fußballprofis sollen hier wohnen. Anschließend ging es permanent bergauf am Kaiserberg vorbei, durch den Berghofer Wald in den Ortsteil Höchsten und zum 1. Verpflegungspunkt an der Kirche im Ort bei km 9,9.

Nach einer Verschnaufpause und einer Stärkung ging es durch den Niederhofer Wald in Richtung Süden. Die A 45 wurde passiert und anschließend ging es durch das Naturschutzgebiet Fürstenbergholz und Wannebachtal in Richtung Syburg auf den Syberg. Es waren einige Steigungen zu überwinden. Nachdem wir den Syberg erklummen haben, gab es ein schönes Panorama runter ins Tal. Zum 2. Verpflegungspunkt auf dem Campingplatz Hohensyburg bei km 19,8 ging es dann Gott sei Dank mal nur bergab.

Nach einer schöpferischen Pause ging es noch ein wenig bergab zur Ruhr und an dieser eine Zeit entlang. Auf der Dortmunder Straße wurde die Ruhr passiert, es war sehr windig und es ging am Hengsteysee entlang weiter nach Herdecke. Kurz vor Herdecke setzte uns ein Regenschauer zu. Am Kaisberg gab es eine kleine Steigung zu bewältigen, die aber gegenüber Alt-Wetter und Wetter ein Klacks war. Da ging es so richtig steil bergauf. Ich musste mehrmals kurz durchschnaufen. Am Waldklettergarten auf dem Hartkortberg war dann ein Zusatzverpflegungsposten aufgebaut. Es gab Käsekuchen.

Leider war das aber noch nicht die höchste Stelle. Die sollte dann beim "Auf dem Heil" erreicht werden, der höchsten Erhebung im Ardeygebirge. Dann ging es im Waldstück endlich wieder bergab (ca. 2 km). Kurz vor dem letzten Verpflegungspunkt beim FC Herdecke-Ende bei km 41,3 ging es aber schon wieder ein bisschen bergauf. Eine leckere Suppe und eine Brezel kamen jetzt genau richtig.

Es ging nun auf den letzten Abschnitt von knapp über 13 km. Und es standen weitere Steigungen zum Schraberg, zum Semberg und zur Schanze an. Nachdem wir das Rombergholz erreicht hatten, ging es dann endlich wieder bergab. Es war eine schöne Strecke die uns durch den Stadtwald Bittermark nach Kirchhörde führte. Durch Lucklemberg ging es durch den Rombergpark. Das Ziel war jetzt nicht mehr weit. Am Rand des Phoenix-Parks ging es dann über die Carlo-Schmid-Allee in Richtung Ziel. Nach kräftezehrenden 11 Stunden hatte ich das Ziel erreicht.

Da das Wetter uns bei der Wanderung an sich gut gesonnen war, war es das im Ziel leider nicht mehr. Die Schleusen öffneten sich und es kam einiges runter. Das verhagelte einem ein wenig die gute Stimmung und es ging nach einem Pils zurück zum Bahnhof Hörde. Leider ist mir da eine Treppe zum Verhängnis geworden und ich bin unsanft auf dem Bobbes gelandet. Mit dem Zug bin ich dann weiter zum Hauptbahnhof und mit dem ICE zurück nach Münster. Zu Hause angekommen schwoll die Stelle dann an und ein Bluterguss war die Folge, der sich in den nächsten Tagen noch vergrößern sollte. Der eigentlich geplante Marsch in Wiesbaden durch das Rheingau (auch mit vielen Höhenmetern) am kommenden Samstag über 30 km ist somit in weite Ferne gerückt.

 

Bruttozeit

Nettozeit